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Erfolgreicher Spieltag für die Schachfreunde Schöneck.

Am Samstag, den 15.02. erlebten die Schachfreunde Schöneck einen in allen Belangen erfolgreichen Tag. Im Dorfgemeinschaftshaus Oberdorfelden spielten zeitgleich die 4., 5., 7. und 8. Mannschaft. In insgesamt 20 Partien wurde hart gekämpft, so dass die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen.

Schöneck 4 wurde der Rolle als Meisterschaftsfavorit gerecht und schlug die erste Mannschaft aus Altenstadt, die bis dahin nur 2 Punkte hinter ihr lag, verdient mit 3,5:2,5.

Peter Becker konnte nach einer Stunde den kampflosen Sieg reklamieren, da sein Gegner nicht erschien. An den anderen Brettern entwickelten sich aber spannende Partien. Kurt Rätsch an Brett eins konnte sich ein materielles Übergewicht erarbeiten. Ansonsten gestaltete sich der Kampf zunächst ausgeglichen. Als nächstes konnte Stefan Jäger an Brett vier einen Bauern gewinnen, geriet dabei allerdings unter Druck. Unter diesem stand auch Kurt Rätsch, der seinen Materialvorteil wieder abgeben musste. Timo Bauer an Brett 2 spielte eine zweischneidige Partie mit materiellem Ungleichgewicht. Für materiellen Nachteil erhielt er sehr gute Angriffschancen, weshalb sein Gegner ihm ein Remisangebot unterbreitete. Nach einem Blick auf die anderen Bretter und Rücksprache mit den Mannschaftskollegen wurde das Angebot angenommen. Nun bekam auch Naim Köroglu an Brett 3 ein Angebot zur friedlichen Punkteteilung, was dieser allerdings erst einmal ablehnte und beherzt weiter angriff. Sein Bruder Erdal Köroglu an Brett 5 fand in der Stellung leider kein Durchkommen gegen seinen Widersacher. Dieser hielt die Stellung so geschlossen, dass ein Angriff von beiden Seiten ausgeschlossen war. Es kam zum Zwischenstand von 2:1 für Schöneck. Nur noch 1,5 Punkte fehlten, um den Mannschaftssieg sicher zu stellen. Stefan Jäger musste seinen Mehrbauern zwar zurückgeben, erhielt dafür jedoch einen gedeckten Freibauern im Zentrum, was zum Sieg ausreichen sollte. Unter diesen Vorzeichen gab Naim dem erneuten Angebot zur Teilung der Punkte nach, nur um Sekunden nach dem Friedensschluss den Gewinnweg zu entdecken. Ärgerlich für Ihn, der ganze Punkt wäre möglich gewesen. Für die Mannschaft war dies allerdings ohne Bedeutung, den Stefan konnte das Endspiel leicht gewinnen und stellte damit den Mannschaftssieg sicher. In der für den Ausgang bedeutungslos gewordenen Partie von Kurt geriet dieser in hochgradige Zeitnot, aber auch seinem Gegner blieben für die nächsten 15 Züge nur noch Sekunden. Kurt fand zwar einen Weg, sich aus der Umklammerung zu winden, griff dann allerdings fehl und verlor schließlich in schlechterer Stellung auf Zeit. Der Freude, der Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg wieder ein Stück näher gekommen zu sein, tat dies keinen Abbruch. Der Tabellenzweite Neuberg 4 gewann seinen Mannschaftskampf mit 4:2, konnte seinen Rückstand auf 3 Brettpunkte verkürzen und belegt damit weiterhin den zweiten Aufstiegsplatz. SC Nidderau 2 als Tabellendritter gab beim abstiegsbedrohten SC Ulmbach 1 überraschend mit einem 3:3 einen Mannschaftspunkt ab und liegt nun mit 2 Mannschaftspunkten hinter dem Spitzenduo weiter in Lauerstellung auf Platz 3.

Unter ganz anderen Voraussetzungen fand das Spiel von Schöneck 5 in derselben Klasse statt. Als Tabellenletzter empfing man den Tabellenvorletzten Bergwinkel 3. Ein Sieg war die Voraussetzung dafür, die Hoffnungen auf einen Klassenerhalt aus eigener Kraft am Leben zu halten. Die Mannschaft musste allerdings ohne ihre jugendlichen Topspieler Elijah Everett und Leonore Poetsch antreten. Mit Siegfried (Siggi) Johne und Jaromir (Jaro) Pelda saß jedoch erfahrener und absolut vollwertiger Ersatz an den Brettern. Gegen die sympathischen Gegner gelang der Mannschaft ein hervorragender Start. Brian Everett spielte eine chancenreiche, aber auch riskante Angriffspartie (von einigen Mannschaftskollegen augenzwinkernd als „Kaffeehaus-Schach“ bezeichnet). Diesmal wurde er für seinen Mut schnell mit Erfolg belohnt. Kurz darauf sorgte Jaro souverän für den zweiten Punkt. Die restlichen Partien wurden lang und hart umkämpft, bis Siggi und Tobias Aust die Sache zu unserem Gunsten kippen konnten. Matthias Feyll baute sich gut auf, musste sich aber ganz am Ende der Partie der Erfahrung des Gegners beugen. Das größte Lob des Abends gebührt Fabian Herbert, der mit seinem Remis zeigte, dass er dieser Spielklasse gewachsen ist. Sein Gegner opferte zwei Leichtfiguren für Turm und Bauern, konnte aber Fabians Figurenführung nicht überwinden. Also 4,5 : 1,5, am Ende ein deutliches Ergebnis. Die anderen Ergebnisse der Kreisliga waren für die fünfte Mannschaft leider nicht so erfreulich. Außer dem SC Ulmbach 1 konnte auch Großauheim 3 überraschend Punkten, diese sogar doppelt. Dennoch hat die Mannschaft die Chance, mit einem Sieg in der nächsten Runde gegen Ulmbach 1 die Abstiegsränge zu verlassen.

Völlig überraschend steht Schöneck 7, die Saison angetreten um einigen jungen Talenten in der untersten Klasse Spielgelegenheiten zu bieten, in der Kreisklasse B Ost auf dem Platz an der Sonne! Dieser wurde mit einem ungefährdeten 4:0 Sieg gegen SC Ronneburg 3 eingefahren. Für Schöneck 7 Punkteten Papa Stefan Kirchner (an Brett 2), Sohn Markus Kirchner (an Brett 1) und Tochter Johanna Kirchner. (an Brett 3), am 4. Brett wurde die Familienmannschaft von Adrian Posonski unterstützt, der mit dem ersten Sieg des Tages für Sicherheit sorgte. Der Platz ganz oben in der Tabelle haben kam aber auch durch Unterstützung von Schöneck 8 zustande, die ursprünglich selbst angetreten waren, um den Aufstieg zu erreichen, aber schon früh in der Saison erkennen mussten, dass neben dem Können auch manchmal etwas Glück nötig ist. Jetzt aber erkämpfte sich die Achte gegen den bisherigen Tabellenführer Hailer-Meerholz 2 ein 2:2! Während Ursula Timpel ein etwas zweifelhaftes Abspiel wählte, in dem sich ihr Gegner leider hervorragend auskannte, spielten Klaus Nazarenus und Werner Hahn Remis, Christian Ebert konnte seine Partie mit einer unwiderstehlichen Mattdrohung gewinnen.

In dieser Klasse steht nur noch eine Runde aus, in der Schöneck 7 selbst gegen Hailer-Meerholz antreten muss. Mit einem Sieg wäre Schöneck 7 Meister der Kreisklasse B Ost. Bei einem Unentschieden brauchen sie abermalige Unterstützung durch Schöneck 8, das seinen Kampf gegen die ebenfalls noch in Reichweite der Tabellenspitze liegenden Wächtersbach/Sotzbach 4 dann nur knapp verlieren darf, um diesen die nötigen Brettpunkte zu nehmen.

 

Nach den Ergebnissen dieser Begegnungen hat Schöneck nun neben der dritten Mannschaft, die den Aufstieg in die Landesklasse anpeilt und der Vierten, die nach ihrem nicht überzeugenden Start nun unbeirrbar dem Aufstieg in die Bezirksklasse entgegen strebt, mit der Siebenten ein weiteres Eisen im Feuer. Die Fünfte konnte ihre Abstiegssorgen etwas mildern und eifert nun der Ersten nach, die Jahr für Jahr in der zweiten Bundesliga kleine Wunder vollbringt und damit Ihre Fans begeistert.