In der Pfingstwoche vom 23. bis zum 30. Mai fanden die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften in Willingen (Sauerland) statt. Schöneck war mit drei Spielern vertreten. Markus Kirchner hatte sich für die Teilnahme in der Altersklasse U10 qualifiziert, Leonore Poetsch für den Wettbewerb der U18w. Außerdem hatte sich Hagen Poetsch entschieden, in diesem Jahr noch einmal in der offenen Altersklasse U25 anzutreten.

Die Voraussetzungen und auch die Turnierverläufe waren recht unterschiedlich. Markus Kirchner wurde in der Startrangliste auf Platz 6 geführt (86 Teilnehmer), so dass zu erwarten war, dass er im vorderen Feld mitspielen würde. Im Vorjahr war er nur auf Platz 29 der Setzliste, erreichte einen sensationellen 6. Rang und konnte an den Weltmeisterschaften in Südafrika teilnehmen. In diesem Jahr waren die Voraussetzungen noch besser, andererseits schwanken gerade in den jungen Altersklassen die Leistungen der einzelnen Spieler sehr stark. Einzelne Partien können damit einen großen Einfluss auf den Turnierverlauf nehmen — ein spannendes Turnier war zu erwarten, von Schönecker Seite verbunden mit berechtigten Hoffnungen auf einen der vorderen Plätze. Leonore Poetsch spielte hingegen in einer höheren Altersklasse mit. In der U14w hätte sie nach ihrem 8. Platz im Vorjahr sicher nun um den Turniersieg mitspielen können. Sie hatte sich aber für die U18w qualifiziert, nahm diese Herausforderung an und spielte als Nummer 15 der Startrangliste in einem Feld von 24 Teilnehmern mit. Dies ließ — ordentliche Partien vorausgesetzt — eine Platzierung im Mittelfeld erwarten. Hagen Poetsch spielte in der offenen Meisterschaft U25 mit. Dort war er in der Startrangliste unter 82 Teilnehmern auf Position 1 gesetzt und klarer Favorit.

An diesem Wochenende (15.06.) fand das alljährliche Jugend Schnellschach Turnier in Erlensee statt. Die Schachfreunde Schöneck waren mit sechs Jugendspielern vertreten. Obwohl die Spitzenspieler auf der DEM in Magdeburg spielten (Bericht folgt später) konnten zwei dritte Plätze und weitere gute Platzierungen erreicht werden. Johanna Kirchner und Kenny Jung belegten in ihrer Altersklasse jeweils den dritten Platz, ein ausgezeichnetes Ergebnis. Johanna spielte dabei in einem von Jungs dominierten Starterfeld lange Zeit um den zweiten Platz mit.

Im Bild (v.l.n.r.) Kenny Jung, Johanna Kirchner, Adrian Posonski

Zur Zeit spielen Leonore Poetsch und Markus Kirchner bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Magdeburg. Beide können, nachdem das Turnier zur Hälfte gespielt wurde, eine positive Bilanz ziehen.
Markus hat in der Altersklasse U10 nach 6 Runden (von insgesamt 11) im Ergebnis 4 Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. Damit spielt er in der Spitzengruppe mit, was zwar erhofft, aber so nicht erwartet wurde. Derzeit hat er einen guten Lauf, spielt sauberes Schach und denkt auch deutlich länger nach als in früheren Partien. Ein gutes Zeichen!
Leonore spielt in der Altersklasse U14w und kann nach 5 Runden (von 9) mit 3 Siegen und zwei Niederlagen ebenfalls zufrieden sein. Bei einem Sieg stand sie zwischenzeitlich etwas "wackelig", aber die beiden Niederlagen gegen stärkere Gegnerinnen kamen dafür etwas unglücklich zustande.
Ins Turnier haben beide gut hereingefunden, wir hoffen auf weiterhin gut gespielte Partien.
Website mit weiteren Informationen: http://www.dem2014.de


Markus und Leonore in guter Stimmung vor dem Freilandschachspiel

— Bericht von Gero Poetsch —

Für die, die es nicht wissen, vorab: Beim „Goldenen Springer“ handelt es sich um den hessischen Pokalwettbewerb. Dieser findet jedes Jahr statt, oder auch nicht. Man muss den Wettbewerb nicht unbedingt kennen, aber es ist ganz interessant, Näheres zum Ablauf zu erfahren. Man kann dann mitreden.

Weil es am einfachsten ist, den Bericht in der „Ich-Form“ zu schreiben, habe ich meinen Namen mal obendrüber geschrieben. Es erleichtert womöglich die Entscheidung, ob man diesen Bericht lesen möchte.

Im Jahr 2011 hatte ich schon einmal vor, teilzunehmen. Leider gab es keine Ausschreibung, so dass ich per Mail beim Vorsitzenden des Hessischen Schachverbandes anfragte. „Es gibt noch keinen Termin, aber der Wettbewerb findet auf jeden Fall statt.“ war die sinngemäße Antwort. Der erste Teil des Satzes war wahr, der zweite erwies sich später als etwas optimistisch, denn in diesem Jahr konnte sich trotz intensivster Bemühungen dann kein Termin mehr finden. Das ist nicht so ungewöhnlich, die Jugend-Bezirksmeisterschaften in Bezirk Main-Vogelsberg liefen im letzten Jahr genauso ab. Man bekommt halt das, was man verdient!

Im letzten Jahr wurde der „Goldene Springer“ dann aber tatsächlich gestartet. Ursprünglich war ich nur als Fahrer für einen IM zum Spielort gegondelt, entschloss mich aber dann kurzfristig, selbst teilzunehmen. Welch ein Erlebnis wäre mir andernfalls entgangen!

 

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